Photovoltaik-Anlage

Alpenverein Rottenburg wird Stromproduzent

Seit Ende 2010 ist der Alpenverein Rottenburg Stromproduzent und speist Solarstrom in das deutsche Stromnetz ein. Der Strom wird mit der neuen vereinseigenen Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des „Rottenburger Hauses“ im Allgäu produziert. Jeder Interessierte kann die Informationen zu den aktuellen Produktionsdaten „der Sonnenernte“ der Solaranlage, hier im Internet nachlesen.

Angefangen hat das Ganze mit der Diskussion über notwendige Sanierungsmaßnahmen am Rottenburger Haus, die zum Werterhalt des Hauses beitragen können. In einer gesamt-energetischen Betrachtung wurden verschiedene Maßnahmen zur Sanierung und zum Ausschöpfen von Energie-Einspar-Potentialen angedacht und betrachtet. Nach guten Gesprächen mit Vereinsmitgliedern und Abwägung vieler Aspekte hatte sich der Vorstand zu folgendem Vorschlag entschieden: An der Hauptversammlung 2010 wurde den Mitgliedern die Sanierung des Daches vom Rottenburger Haus in Verbindung mit der Errichtung einer Photovoltaik-Anlage vorgeschlagen. In dieser Hauptversammlung stimmten dann die Mitglieder dem Antrag zu und beauftragten den Vorstand mit der Durchführung der vorgeschlagenen Maßnahmen das Dach zu erneuern und eine Photovoltaik-Anlage zu errichten.

Im nächsten Schritt wurden Angebote verschiedener Anbieter von Photovoltaik-Anlagen und Dachdeckern eingeholt. Der Vorstand hatte sich mit den Beiräten für einen Dachdecker aus der Region Oberstaufen und einen Solar-Anlagen-Bauer aus dem Raum Rottenburg entschieden. Beide hatten attraktive Angebote erstellt und passende Ausführungstermine zugesagt. Das Ziel war die Solaranlage noch in 2010 ans Netz zu kriegen, um eine maximal hohe Einspeisevergütung für die produzierte Kilowattstunde zu erhalten. Nach diversen Vorstandssitzungen, vor-Ort-Terminen und Gesprächen mit den Handwerkern wurden die Aufträge erteilt. Die Arbeiten wurden zeitig begonnen. Die Dachsanierung wurde pünktlich abgeschlossen, obwohl es im Allgäu im Oktober einen frühen Wintereinbruch mit Schnee gab. Trotz den verlängerten Lieferzeiten für den Wechselrichter konnte die Solaranlage noch rechtzeitig durch den lokalen Energieversorger abgenommen werden und in Betrieb gehen. Eine bayrische Vorschrift hat nebenbei dafür gesorgt, dass der elektrische Verteilerschrank im Rottenburger Haus aufgrund seines Alters auch erneuert werden musste.

Weder der frühe Wintereinbruch, noch bayrische Vorschriften konnten verhindern, dass das Rottenburger Haus nun ein neues Dach und ein Solarkraftwerk bekommen hat.

Die Dachsanierung des Rottenburger Hauses umfasste eine komplett neue Ziegelein-deckung, eine Aufdachdämmung und zwei neue Dachfenster. Die Photovoltaik-Anlage hat eine Spitzenleistung von 12,5kW, zur Fernüberwachung meldet die moderne Steuerung der Solaranlage die Produktionsdaten oder den Status per Email, Ausfälle und Produktivität der Anlage können damit komfortabel überwacht werden.

Es gab schon die ersten Rückmeldungen, dass es unter dem Dach im Lager spürbar wärmer bleibt und der damit verbundene Komfortgewinn die Investition gelohnt hat. Es bleibt zu hoffen, dass noch viele Vereinsmitglieder die erfolgreiche Sanierungsmaßnahme im Rottenburger Haus genießen werden und eine gute Übernachtungs-Auslastung erreicht wird.

Bei sonnigem Wetter macht nicht nur die Bergtour richtig Spaß, sondern die Sonne lässt auch die Stromernte der Solaranlage richtig üppig ausfallen. In diesem Sinne wünsche ich allen ein sonniges Bergjahr 2011.

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