Kategorie-Archiv: 2017

wie sollst denn da standhaft bleiben?

Herbstwanderung um die Burg Hohenzollern und auf den Raichberg

Am Sonntag den 22.10.17 trafen wir uns – die Rottenburger, der Ergenzinger und die Rangendinger – auf dem Friedhofsparkplatz. Kaum ausgestiegen wurden wir auch schon von „Blacky“ herzlich begrüßt. Ein drolliges Kerlchen, der ganz aus dem Häuschen war, weil er wusste, dass es sogleich los gehen wird. Weiterlesen

Missen, Kolke, Heidelbeeren

Hochmoorwanderung im Nordschwarzwald

„Missen“ – das ist eine vorwiegend im Nordschwarzwald verwendete Bezeichnung für die mächtigen Torfmoore, die dort auf den vorherrschenden Sandsteinböden durch fehlende Nähstoffzufuhr entstanden sind, und „Kolke“ – so werden die sich in diesen Mooren gebildeten wassergefüllten Senken und saure Seen genannt, die „Mooraugen“. Beide stellen ein einzigartiges Biotop dar, dass sich wunderbar im Schwarzwald auf dem Kaltenbronn westlich von Bad Wildbad erwandern und erkunden lässt.

Es fehlen noch die Heidelbeeren – sie tauchen in unserer Wanderung in zweierlei Hinsicht auf: erstens sind sie sogenannte Säurezeiger, also Pflanzen, die auf starke saure Böden hinweisen, weshalb sie in den Hochmooren des Nordschwarzwalds die Landschaften dominieren.

Aber die Heidelbeeren waren auch das kulinarische Ziel der Wanderung. Auf halber Strecke zwischen Kaltenbronn und dem Sommerberg von Bad Wildbad liegt in einer Waldlichtung die Grünhütte, und dort wird die aromatische Beere in allen Variationen angeboten: Heidelbeertorten, Heidelbeerwein, Heidelbeer-Pfannkuchen. Die Moorwanderung war also nur unser Vorwand 😉.

Mit dem Auto ging es also nach Kaltenbronn, auf dem Verbindungsrücken zwischen Enztal und Murgtal in 900 m Höhe. Von dort führte die Wanderung direkt zum Naturschutzgebiet Wildseemoor. Ein einziger Weg führt schnurgeradeaus auf Holzbohlen durch dieses Moor mit seiner empfindlichen Vegetation. Etwa in der Mitte erreichten wir den Wildsee, das größte Hochmoor des Schwarzwalds. Der kleinere benachbarte Hornsee ist nur durch die lichten Baumreihen hindurch vom Steg aus zu erkennen. Streng geschützt wird hier die Natur sich selbst überlassen, der Mensch ist hier nur ein geduldeter Zuschauer.

Nach Verlassen des Schutzgebietes ging es weiter auf Waldwegen zur erwähnten Grünhütte, wo wir bei einer ausgiebigen Rast im Inneren des ausgesprochen gemütlichen Gasthauses – für die große Freiterrasse war es uns doch ein wenig zu kühl – die Heidelbeerspezialitäten genossen.

Der Rückweg führte um den Bannwald des Hochmoors herum zur Schwarzmiss, wo wir die Pass-Strasse zwischen Enz- und Murgtal kreuzten. Wir gelangten hier auf der höchsten Stelle des Höhenzuges (990 m) zum fast 29 m hohen Kaiser-Wilhelm-Turm mit seiner runden Aussichtsplattform. Der Ausblick von hier ist grandios, er reicht bei optimalen Sichtverhältnissen vom Großen Feldberg im Taunus bis zu den Berner Alpen!!

Vom Turm aus führt erneut ein Holzbohlensteg durch ein weiteres Hochmoor zum Kleinen und Großen Hohlohsee, auch sie bilden ein Naturschutzgebiet mit umliegendem Bannwald. Es war der Abschluss der Wanderung, von den Hohlohseen waren es nur noch 20 Minuten bis zum Parkplatz. Und keine zwei Stunden später waren wir wieder im heimischen Rottenburg.


Termin: 17.09.2017:
Organisation/Führung: Gustav Rechlitz

Ort:

Des Herrgotts Kegelspiel

Rundwanderung über vier Hegau-Vulkane

Am Morgen des 25.06.2017 trafen wir uns zu einer Rundtour zu den Vulkankegeln des Hegau. Die Wanderung startete am Wanderparkplatz Hohenkrähen. Es war bewölkt, doch ein größerer Regenguss war nicht zu erwarten und blieb auch aus. Somit war es – speziell im Hinblick auf die starke Hitze der vorangegangenen Tage – ideales Wanderwetter.

Bereits um 9:30 h hatten wir den Hohenkrähen erklommen, von dem sich ein wunderschöner Blick in die Hegau-Landschaft bot. Majestätisch zeigte sich der Hohentwiel und in fast entgegengesetzter Richtung unser nächstes Wanderziel – der Mägdeberg. Aber auch die Burgruine Hohenkrähen war beeindruckend, sie kann immerhin auf eine über 800 jährige Geschichte zurückblicken. Weiterlesen

Aufhören, wenn es am schönsten ist

Ostermontagswanderung die Letzte

Die Ostermontagswanderung – eine weit bis in die  70 / 80 Jahre zurück reichende Wanderidee. Eine mit hoher Beständigkeit durchgeführte Wanderung, die auch vielerlei Wetterkapriolen ausgesetzt war. Dass Ulli`s Ostermontagswanderung sich immer einer großen Beliebtheit erfreute, lag zu einem an seiner besonderen Art. Wer ihn kennt, weiß dass er auf Menschen zugehen und begeistern kann. Er machte Werbung für die Wanderung. Bis zu 20 Teilnehmer waren keine Seltenheit.

Sein Organisationstalent war immer gefordert. Wo soll eingekehrt werden? Zum Mittag in Eckenweiler. Nachmittags in Nellingsheim, mit Kaffee und einer sehr guten Sahnetorte. Letzt genannte wurde immer extra für uns zubereitet.

Auf mögliche Mitwanderer zugehen. Ist die Zeitungsannonce eingestellt und die wichtigen Daten und Telefonnummer angeben? Den Kontakt zu den älteren Kameraden / innen halten, die auf Grund des Alters leider nicht mehr wandern können aber immer noch gerne zu den Einkehrorten (und Torten) hinzu kommen möchten, um die Geselligkeit zu genießen.

War seine Frau mit dabei, hatte sie unterwegs kleine Schokoladen Osterhasen verteilt. Nette Idee.

Eigentlich wollte Uli schon vor ein paar Jahren aufhören, aber er hatte immer nachgefragt „ solla mr nommal oine macha“. Ich hatte ihm immer angeboten, dass wenn etwas dazwischen kommt, ich für ihn einspringen kann. So kamen weitere drei Ostermontagswanderungen hinzu.

Aber in 2017 sollte es nun doch die letzte Ostermontagswanderung sein.

Schon bei der Planung war Uli voll gefordert, denn bei den Wirtschaften zeigten sich Lücken. In Eckenweiler konnte kein Mittagsessen mehr eingenommen werden. Steht jetzt die ganze Wanderung auf der Kippe? Gibt es Ausweich-Wirtschaften? Sollte mit der Wanderung ein neuer Ort angelaufen werden? Passte der Nachmittagskaffee noch? Viele Fragen die es für Uli zu lösen gab.

Am 17.04.17 am  Ostermontag ging es auf die letzte Tour.

Unsere 6-köpfige Wandergruppe startete wie immer pünktlich um 9 Uhr beim alten Finanzamt an der oberen Brücke. Über die Neckarhalde, Steinbruch, Bronnbachquelle, Niedernau, Obernau, vorbei an einem Teilstück der Römischen Wasserleitung ging es bis zur Kreuzung hinter dem Festplatz „im Dääle“

Hier kam die Routenänderung. Es ging nicht wie gewohnt nach Eckenweiler, sondern wir gingen heute direkt nach Nellingsheim wo wir um 12 Uhr im Hirsch ankamen. Die Nichtwanderer kamen kurz nach uns an. Uli hatte es mit den netten Wirtsleuten organisiert, dass zu Mittag zweierlei Vesper angeboten wurden. Mit etwas Zeitabstand gab es danach den Kaffee und die gute Sahnetorte.

Hinterher gab er das Startsignal zum Aufbruch. Auf zur letzten Etappe. Nach ca. 1,5 Std waren wir wieder an unserem Anfangspunkt in Rottenburg angekommen.

Herzlichen Dank an Uli, der mit seinen vielen Ostermontagswanderungen einen großen Beitrag in der Sektion geleistet hat.

Auch einen Dank für Deine Letzte Ostermontagswanderung, dass alles wieder so gut organisiert war. Aber es hätte mich auch gewundert,wenn es anders abgelaufen wäre.


Termin: 17. April 2017
Organisation/Führung: Uli Wagner
Teilnehmer: viele
Bericht:  Norbert Kohler

Ziel: