wie sollst denn da standhaft bleiben?

Herbstwanderung um die Burg Hohenzollern und auf den Raichberg

Am Sonntag den 22.10.17 trafen wir uns – die Rottenburger, der Ergenzinger und die Rangendinger – auf dem Friedhofsparkplatz. Kaum ausgestiegen wurden wir auch schon von „Blacky“ herzlich begrüßt. Ein drolliges Kerlchen, der ganz aus dem Häuschen war, weil er wusste, dass es sogleich los gehen wird.

Zuerst ging es langsam ansteigend durch den Zollerwald und an einer alten Pumpstation vorbei, die heute noch ihre Dienste tut und das Trinkwasser zur 220 m höher gelegen Burg Hohenzollern hochpumpt, bis zu einer Wegekreuzung am Kloster Maria Zell. Wenig später kamen wir an der Hechinger Skihütte vorbei. An einem Fensterladen hing noch ein Blatt, auf der eine riesige Kuchenauswahl angekündigt wurde. Leider nur ein Überbleibsel von der diesjährigen Saison, denn die Hütte war bereits verschlossen. Dann vielleicht nächstes Jahr.

Der Weg ging näher an die Blaue Wand heran und mündete in einem Pfad, der uns durch die Bruchkante der Schwäbischen Alb leitete. Der letze Regen hatte die Steine und das herabgefallene Laub etwas rutschig werden lassen, weshalb bedachtsam die Füße gesetzt werden mussten.

Auf halber Höhe machte uns ein Schild auf ein Naturschauspiel aufmerksam. Auf dem Schild war etwas von einem „Bröller“ zu lesen: ein Überlauf einer tieferliegenden Quelle. Das Wasser steigt empor, schiebt die Luft vor sich her und erzeugt beim Austritt dieses „Bröller“ Geräusche.

Nach weiteren Höhenmetern kamen wir auf einem letzten Steilaufstieg am Zellerhorn oben an. Einige Fotografen waren auch oben. Sie waren mit Stativen und Kameras ausgestattet und warteten auf den gewissen Moment, wenn die Wolken die Sonne freigaben und den Hohenzollern erstrahlen ließen.

Obwohl der Wind kräftig blies, blieben wir einige Zeit vorne an der Traufkante stehen.

Etwas später kam die ersehnte Wolkenlücke und der „Zollern“ leuchtete. Friedbert hatte sofort reagiert und delegierte uns zum Selbstporträt an die richtige Stelle.

Hinterher ging es an der Traufkante mit den Aussichtpunkten  Backofenfelsen, Trauffelsen und Hängender Stein entlang zum Nägelehaus. Schon einige Meter vor dem Nägelehaus wurde der Hunger größer, denn der Wind trieb die Gerüche, Pommes und Schnitzel uns entgegen. Mit der Aussage „wie sollst denn da standhaft bleiben“ mussten sicher diejenigen, die zuvor gevespert hatten, mit sich ringen.

Nach der Einkehr ging es über die Hochfläche zum Zollersteig Hof und in einem Tal hinunter, das uns gerade zu auf den Hohenzollern zulaufen lies. An einem größeren Platz stand früher die Hexenlinde. Wir sahen nur einen Teil eines vermoderten Stammes, der, obwohl alt, immer noch einen stattlichen Umfang aufwies. Für die Umrundung des Hohenzollern gings nochmals ein kurzes Stück hoch und so gelangten wir über eine Pfadspur zum Ausgangspunkt zurück.

Auf der Wanderung hatten wir mit dem angekündigten Wetter richtig Glück. Kein Regen obwohl vorhergesagt, dazu einiges an Sonne und böigen Wind, wie auf einem Gipfel, für eine Herbstwanderung optimal.

Vielen Dank Karl-August für die Wanderung.


Termin: 22. Oktober 2017
Organisation / Führung: Karl-August Schüle
Teilnehmer: alle auf dem Foto
Autor: Norbert Kohler

Ort: 

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