Kategorie-Archiv: Tourenberichte

wie sollst denn da standhaft bleiben?

Herbstwanderung um die Burg Hohenzollern und auf den Raichberg

Am Sonntag den 22.10.17 trafen wir uns – die Rottenburger, der Ergenzinger und die Rangendinger – auf dem Friedhofsparkplatz. Kaum ausgestiegen wurden wir auch schon von „Blacky“ herzlich begrüßt. Ein drolliges Kerlchen, der ganz aus dem Häuschen war, weil er wusste, dass es sogleich los gehen wird. Weiterlesen

Das hätte Goethe auch gefallen

Langes Bike-Wochenende am Gardasee

„Heute abend hätte ich können in Verona sein, aber es lag mir noch eine herrliche Naturwirkung an der Seite, ein köstliches Schauspiel, der Gardasee, den wollte ich nicht versäumen, und bin herrlich für meinen Umweg belohnt. Nach fünfen fuhr ich von Roveredo fort, ein Seitental hinauf, das seine Wasser noch in die Etsch gießt. Wenn man hinaufkommt, liegt ein ungeheurer Felsriegel hinten vor, über den man nach dem See hinunter muss. Hier zeigten sich die schönsten Kalkfelsen zu malerischen Studien. Wenn man hinabkommt, liegt ein Örtchen am nördlichen Ende des Sees und ist ein kleiner Hafen oder vielmehr Anfahrt daselbst, es heißt Torbole. Die Feigenbäume hatten mich schon den Weg herauf häufig begleitet…….“ (*aus dem Tagebuch Goethes Italienreise vom 12. September 1786)

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Missen, Kolke, Heidelbeeren

Hochmoorwanderung im Nordschwarzwald

„Missen“ – das ist eine vorwiegend im Nordschwarzwald verwendete Bezeichnung für die mächtigen Torfmoore, die dort auf den vorherrschenden Sandsteinböden durch fehlende Nähstoffzufuhr entstanden sind, und „Kolke“ – so werden die sich in diesen Mooren gebildeten wassergefüllten Senken und saure Seen genannt, die „Mooraugen“. Beide stellen ein einzigartiges Biotop dar, dass sich wunderbar im Schwarzwald auf dem Kaltenbronn westlich von Bad Wildbad erwandern und erkunden lässt.

Es fehlen noch die Heidelbeeren – sie tauchen in unserer Wanderung in zweierlei Hinsicht auf: erstens sind sie sogenannte Säurezeiger, also Pflanzen, die auf starke saure Böden hinweisen, weshalb sie in den Hochmooren des Nordschwarzwalds die Landschaften dominieren.

Aber die Heidelbeeren waren auch das kulinarische Ziel der Wanderung. Auf halber Strecke zwischen Kaltenbronn und dem Sommerberg von Bad Wildbad liegt in einer Waldlichtung die Grünhütte, und dort wird die aromatische Beere in allen Variationen angeboten: Heidelbeertorten, Heidelbeerwein, Heidelbeer-Pfannkuchen. Die Moorwanderung war also nur unser Vorwand 😉.

Mit dem Auto ging es also nach Kaltenbronn, auf dem Verbindungsrücken zwischen Enztal und Murgtal in 900 m Höhe. Von dort führte die Wanderung direkt zum Naturschutzgebiet Wildseemoor. Ein einziger Weg führt schnurgeradeaus auf Holzbohlen durch dieses Moor mit seiner empfindlichen Vegetation. Etwa in der Mitte erreichten wir den Wildsee, das größte Hochmoor des Schwarzwalds. Der kleinere benachbarte Hornsee ist nur durch die lichten Baumreihen hindurch vom Steg aus zu erkennen. Streng geschützt wird hier die Natur sich selbst überlassen, der Mensch ist hier nur ein geduldeter Zuschauer.

Nach Verlassen des Schutzgebietes ging es weiter auf Waldwegen zur erwähnten Grünhütte, wo wir bei einer ausgiebigen Rast im Inneren des ausgesprochen gemütlichen Gasthauses – für die große Freiterrasse war es uns doch ein wenig zu kühl – die Heidelbeerspezialitäten genossen.

Der Rückweg führte um den Bannwald des Hochmoors herum zur Schwarzmiss, wo wir die Pass-Strasse zwischen Enz- und Murgtal kreuzten. Wir gelangten hier auf der höchsten Stelle des Höhenzuges (990 m) zum fast 29 m hohen Kaiser-Wilhelm-Turm mit seiner runden Aussichtsplattform. Der Ausblick von hier ist grandios, er reicht bei optimalen Sichtverhältnissen vom Großen Feldberg im Taunus bis zu den Berner Alpen!!

Vom Turm aus führt erneut ein Holzbohlensteg durch ein weiteres Hochmoor zum Kleinen und Großen Hohlohsee, auch sie bilden ein Naturschutzgebiet mit umliegendem Bannwald. Es war der Abschluss der Wanderung, von den Hohlohseen waren es nur noch 20 Minuten bis zum Parkplatz. Und keine zwei Stunden später waren wir wieder im heimischen Rottenburg.


Termin: 17.09.2017:
Organisation/Führung: Gustav Rechlitz

Ort:

Gemeinsam waren wir viele

Alle MTB-Gruppen beim gemeinsamen Event

Was für ein Anblick! Eine nahezu endlose Schlange von Stollenbikerinnen und -Bikern rollte am 2. August 2017 durchs Katzenbachtal der Weilerburg entgegen. Dem Aufruf zu einer gemeinsamen Tour aller MTB – Gruppen sind mehr als 20 Radler gefolgt. Dank an alle Teilnehmer für das tolle Event!

Gerhard

Alpstein2017_09

Dufte Wanderungen und dufte Quartiere

Spannende Gipfel im Alpstein

Freitags um 09:00 trifft uns Friedbert mit einem 8-Sitzer Kleinbus mit Rollstuhllift, den er extra bei teilauto Tübingen angemietet hatte. Der Rollstuhllift kommt allerdings trotz des erhöhten Durchschnittsalters der Gruppe glücklicherweise nicht zur Anwendung. Drei Stunden später parken wir das Fahrzeug bei Nieselregen in Urnäsch, mitten im Appenzeller Land, von wo es mit der museal anmutenden Eisenbahn weiter geht nach Schwende, dem Startpunkt unserer Wanderung. Weiterlesen