Gute Laune, gutes Wetter, gute Tour

Bergtour auf den Urirotstock

Erster Treffpunkt für die Urirotstock-Tour war am Vierwaldstättersee, wo sich die Ersten schon mal mit Kaffee und Kuchen stärken konnten, bevor wir uns auf den Weg ins Chlital (zu Isenthal gehörendes Seitental) machten. Da wir uns die ersten Höhenmeter auf eher langweiligem Fahrweg sparen wollten, war dann zunächst die Nutzung der „Luftseilbahn“ Musenalp geplant, die „Talstation“ dieses Gefährts war allerdings nicht für alle gleich zu finden. Tja, und wer dann zum Schluss kam, musste das Auto am Wegesrand, auf recht abschüssigem Gelände abstellen. Mit unter die Reifen geklemmten Steinen konnten wir beruhigt zur Abfahrt schreiten. Als dann die „Luftseilbahn“ in Sicht kam war es beim Einen oder Anderen mit der inneren Ruhe wieder vorbei. Das Ding war nämlich ein umfunktionierter Materiallift, wie man ihn sonst zum Transport von Milchkannen und Ähnlichem sieht und mehr als zwei von unseren „starken“ Jungs durften nicht gleichzeitig mitfahren, sonst saß das Ding auf dem Boden auf…

Der Weg vom Bergrestaurant Musenalp zur Gitschenhörelihütte lag in strahlendem Sonnenschein, so dass wir den Abstecher zur Biwaldalp, wo der Hüttenschlüssel abgeholt werden musste, gleich für eine Trinkpause nutzten und dabei den tollen Rundblick genossen. Die dort neugeborenen Ziegenkitze fanden auch gleich ihre Fans. Dass die auf dem Weg zu querenden Schneefelder so ihre Tücken haben, wurde uns dann leider sehr deutlich  gemacht, als einer von uns danebentappte und nach einer ordentlichen Rutschpartie über Schnee und Geröll mit einigen Schrammen an der Hütte ankam. Zum Glück war die Gruppe mit „Fachpersonal“ bestückt, so dass alles gut versorgt werden konnte.

Die Gitschenhörelihütte ist eine urige Selbstversorgerhütte und dank der tollen Planung und dadurch perfekten Logistik, wurde es ein super gemütlicher Abend mit einem genialen 3-Gänge-Menü: Suppe, Älplermagronen mit Apfelmus und Von-Allem-Was-Nachtisch! Nach dem Essen blieb noch Zeit, um das Umfeld zu erkunden und schon mal einen Blick auf den Bümlisalpfirn zu werfen. Die Nacht war dann, trotz eingeheizter Hütte recht kalt. Daher waren die engen Lager gar nicht so ungeschickt, weil man sich so automatisch gegenseitig wärmte. Ob da die Flucht auf die schmale Küchenbank die bessere Alternative war, bleibt ungeklärt…

Am Morgen begrüßte uns wiederum bestes Bergwetter. Wir entschieden uns für den etwas weiteren, aber leichteren Weg auf den Urirotstock und ließen das „schwere Gerät“ weitgehend auf der Hütte. So war der Gipfel für alle ohne Schwierigkeiten zu erreichen, auch wenn uns zwischendurch ein recht heftiger Wind um die Nase wehte. Beim Abstieg nahmen dann einige den etwas kürzeren Weg mit leichter Kletterei, wobei die ausgesetzteren Stellen mit Geländerketten gesichert sind und kamen so in den Genuss einer Rundtour. Erwähnt werden soll noch, dass wir auf den Alternativabstieg über den Chlitaler Firn, wegen einer recht heftigen Wächte verzichtet haben. Wieder zurück an der Hütte wurde noch gemeinsam aufgeräumt, was erstaunlich schnell erledigt war und dann mussten wir uns auch schon wieder auf den Rückweg machen.

Fazit: Eine abwechslungsreiche Tour in toller Gruppe, die viel zu schnell wieder vorbei war!

Termin: 17. – 18. Juni 2017
Organisation/Führung: Benny Weiß
Teilnehmer/innen:
Autorin: Rossi Beier-Groß
Bilder: Andrea Häußler

Location:

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