Albsüdrand-Wanderung

Von Hütten nach Tuttlingen/Beuron

Am Dienstag, 23. 4. 2013 trafen sich 14 Wanderfreunde, um die letzten Etappen des Albsüdrandweges zu bestreiten. Wir fuhren über die Alb bis Hütten bei Schelklingen. Auf dem ersten Stück der Wanderung kamen wir durch ein großes Waldgebiet in Richtung Granheim. Hier in dem kleinen Ort befindet sich ein kleines Schloss – früher stand hier eine Burg. Weiter ging es über den Hochberg ins Wolfstal. Im Ort Erbstetten – der zum Grafen von Wartstein gehörte, steht in der Dorfmitte die Kirche St. Stephan. Es ist ein Spätrenaissancebau.

Über den Heumadenfels kommen wir dann zur Ruine Wartstein. Die Ruine liegt sehr idyllisch – über viele Treppenstufen geht es hoch hinaus. Oben erlebt man einen wunderbaren Panoramablick über die Alb. Unsere Tagesetappe führte uns weiter an der Lauter entlang bis zur Meisenburg. Hier ging´s steil den Berg hinauf über die Hubertuskapelle in Richtung Hayingen – unsere erste Übernachtung – im Cafe Ott. Die Wanderung hatten alle gut überstanden und wir freuten uns auf ein gutes Abendessen. Den Abend ließen wir dann mit vielen Erzählungen ausklingen.

Am nächsten Morgen wurde erstmals ein gutes Frühstück eingenommen und dann ging es weiter durch eine schöne Landschaft mit vielen Küchenschellen in Richtung Glastal. Hier treffen drei Täler zusammen, das Glastal, Tiefental und Guckental. Immer wieder sind wunderbare Felsformationen zu sehen, z.B. die 100 m steil aus dem Tal aufragende Felswand des Lämmerstein. Der Morgen ist frisch – ein sehr gutes Wanderwetter. Wir kamen vorbei an der Burg Ehrenfels, welche im 13. Jahrhundert erbaut und im Besitz der Herren von Gundelfingen war.

Unser Weg ist landschaftlich sehr schön – links ein sich dahin windender Bach und rechts immer wieder die schönen Felsen. Nun haben wir die Wimsener Höhle erreicht. Nach einer kurzen Rast wanderten wir jedoch weiter nach Zwiefalten. Schon von weitem sahen wir die Türme der Klosterkirche – es war nun bereits Mittageszeit. Nach einer Besichtigung der sehr imposanten und prunkvollen Klosterkirche machten wir eine etwas längere Rast auf dem nahegelegenen Spielplatz. Ein guter Leberkäs-Wecken stärkte uns für unseren weiteren Weg.

Nun ging unser Weg durch Wald und Wiesen nach Upflamör, über die Heuneburg (eine vorgeschichtliche Befestigung), Friedingen und weiter durchs Warmtal. Es war eine sehr lange Tour bei sehr heißer Temperatur. Es war für die meisten eine große Herausforderung an diesem Tag. Die Übernachtung war für die nächsten drei Tage in der Jugendherberge in Sigmaringen. Diese Unterkunft einschließlich Verpflegung sowie für die jeweilige Tagesetappe war sehr gut gewählt.

Am dritten Tag unserer Tour ging es dann von Billafingen über die im 12. Jahrhundert gebaute Schatzburg nach Bingen. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde im 15. Jahrhundert erbaut und hat einen schönen holzgeschnitzten Altar. Wir wanderten weiter in Richtung Bittelschießer Tale vorbei an der Bittelschießer Höhle nach Sigmaringen. Kurz vor Sigmaringen machen wir nochmals eine kurze Rast und gehen dann vorbei am Sigmaringen Krankenhaus in Richtung Laiz.

Entlang des Weges konnten wir vielen Helfer der diesjährigen Landesgartenschau bei ihrem emsigen Arbeiten zuschauen. Nach einem längeren Wegstück entlang der Donau kamen wir nun an die Teufelsbrücke. Es ging nun bergauf, bergab bis wir zu einem wunderbaren Ausblick – das Känzele kamen. Über viele Treppen durch die Felsdurchbrüche gingen wir nun abwärts zur Donau. Wir hatten nun doch eine lange Tageswanderung hinter uns und waren nun froh, als wir zum Bahnhof Inzigkofen kamen. Der Bahnhof ist nicht mehr im Betrieb und so mussten wir auf unsere Fahrzeuge warten, die uns dann zurück in unser Quartier nach Sigmaringen brachten.

Am nächsten Tag fuhren wir sehr früh mit unseren Fahrzeugen nach Tiergarten. Der Anstieg war etwas steil. Wir kamen über die Burg Falkenstein. Diese Burg wurde ca. im 12. Jahrhundert erbaut. Die Etappe von Sigmaringen bis Beuron ist eine landschaftlich sehr schöne Route. So viele Felsformationen wie sie hier zu sehen sind – ist einzigartig. Vorbei am Schaufelsen – hier stand früher die Schauenburg kommen wir vorbei am Schloss Hausen. Unterhalb vom Schloss – bei sehr schönem Wetter und guter Aussicht – machten wir unsere Mittagspause. Unser Weg führte uns nun hoch über den Felsen zum Schloss Werenwag und zum Rouber – Stein.

Es war nun bereits der 4. Wandertag und für einige doch eine große Herausforderung. Der Weg bis Beuron war nun fast noch eine gute Stunde und führte wiederum steil nach oben. Die Gruppe teilte sich daher auf – ein Teil ließ sich mit dem Auto abholen, die restliche Gruppe wanderten bis Beuron. Wir trafen uns daher alle wieder in Beuron bei Kaffee, Kuchen und Eis. Nach einer Besichtigung der Klosterkirche fuhren wir dann alle zurück nach Sigmaringen in unser Quartier.

Am nächsten Tag wollten wir eigentlich unsere Tour von Beuron nach Tuttlingen fortsetzen bzw. beenden. Es regnete jedoch die ganze Nacht sehr stark und der Morgen sah nicht nach Besserung aus. Wir stimmten – schweren Herzens – jedoch ab, dass wir hier die Tour abbrechen und nach Hause fahren. Die letzte Tagesetappe wird jedoch im kommenden Jahr nachgeholt.

Es waren vier wunderschöne Wandertage. Wir danken Erich für die Planung und Ausführung der Tour. Vielen Dank auch an Willi, der den Fahrdienst wieder übernommen hatte – ohne ihn wäre vieles nicht so einfach.
Wir freuen uns alle auf die nächste Tour und hoffen, dass alle wieder mitkommen können.

Gerhard Kluike


Tourenleiter: Erich Wellhäußer
Teilnehmer/innen:  Erich, Ulli, Hubert, Werner, Stefan, Ingelore, Brigitte, Ursula, Gerhard, Günter, Marlies, Marie-Luise, Dietrich und Kunigunde
Datum: 23.04.2013 – 28.04.2013
Autor: Gerhard Kluike


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