Skihochtouren am Tödi

Skihochtouren am Tödi (3614 m) – Für 4 Tage haben wir das Glarner Land um den mächtigen Tödi als Ziel für interessante und erlebnisreiche alpine Skihochtouren gewählt.

Nach einer reibungslosen Anreise trafen wir uns am Bahnhof in Glarus und fuhren von dort gemeinsam zur Talstation der Seilbahn Urnerboden – Fisetengrat. Oben angekommen hatte die Sonne einen Großteil der Anfangs noch vorhandenen Wolken vertrieben und wir starteten in Richtung Gemsfairenstock (2972 m), den wir nach ca. 2 ½ Stunden erreichten. Nach einer Gipfelrast bei mittlerweile herrlichem Sonnenschein fuhren wir zum Claridenfirn ab und erreichten gegen 16:30 die Planurahütte.

Für den 2. Tag stand das Hauptziel, der 3614 m hohe Tödi (Piz Russein) auf dem Programm. Wir starteten mit dem ersten Tageslicht und fuhren zunächst ca. 1000 hm ins Val Gronda da Russein ab. Mit Harscheisen ging es dann zur Porta da Gliems, die letzten Meter kräftezehrend entlang einer Kette über abschüssige Felsplatten.

Tödi - Skihochtouren in den Glarner Alpen

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Nach einer Rast und einer kurzen Abfahrt auf den Bifertenfirn standen die letzten gut 400 hm zum Gipfel auf dem Programm. Bei strahlendem Sonnenschein und entsprechenden Temperaturen war dies eine schweißtreibende Angelegenheit.

Wir genossen ausgiebig die herrliche Aussicht und machten uns an die Abfahrt über den sulzigen Bifertenfirn in Richtung Fridolinshütten. Den oberen Eisbruch umfuhren wir über den Schneerus, eine 40° – 45° steile Rinne. Der untere Eisbruch konnte problemlos auf mittlerweile perfekt zu fahrendem Firn überwunden werden.

In der Nacht von Montag auf Dienstag trat die angekündigte Wetterverschlechterung ein. Bei tiefhängenden Wolken starteten wir in Richtung Claridenhütte, die wir nach etwa 3 Stunden bei mittlerweile eingesetztem Schneefall erreichten. Wir bezogen unser Quartier in der wunderschön, neu renovierten Hütte. Hubert, Siggi und Viktor stiegen nachmittags noch auf den nahegelegenen Geissbützistock.

Nach einem supertollen Abendessen, das uns von der Hüttenwartin Angi und Ihrer Mitarbeiterin gezaubert wurde freuten wir uns auf den letzten Tag unserer Tour.

Das kurze Zwischentief war mittlerweile durchgezogen und das erste Blau des Himmels war schon bald durch die Anfangs noch vorhandenen Wolken zu erkennen als wir uns auf den Weg über den Claridenfirn zum Bocktschingel machten. Die letzten ca. 100 hm stiegen wir mit Steigeisen und Pickel zum Wintergipfel auf 3068 m auf.

Wieder am Skidepot angekommen stand bereits die nächste Herausforderung in Form des Tüfelsjochs vor uns, das wir, nachdem uns Hubert über abschüssige, teilweise brüchige Platten ein Seil eingerichtet hatte, problemlos meisterten.

Der nordseitige Abstieg entlang einer Kette verlief ebenfalls ohne weitere Schwierigkeiten. Vor uns lagen wunderschöne, unverspurte Nordhänge in Richtung unserem Ziel Urnerboden am Klausenpass. Ein krönender Abschluss für 4 erlebnis- und abwechslungsreiche Tage um und auf dem höchsten Gipfel der Glarner Alpen.

Vielen Dank an Hubi Braun für die super Organisation und die Tourenwahl.


Tourenleiter: Hubert Braun
Autor: Christoph Rabel
Teilnehmer: Viktor Löffler, Siggi Hägele, Heiko Göbel, Christoph Rabel
Zeitraum: 06.04.2014 – 09.04.2014

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