Vier Tage – vier Jahreszeiten

Frauenbergtour vom Verwall ins Montafon

Die diesjährige Frauenbergtour führte an vier Tagen vom Verwall ins Montafon über die Kaltenberg- Konstanzer und Neue Heilbronner Hütte. 

Aufgrund des Zugchaos am ersten Ferienwochenende im letzen Jahr fand die diesjährige Frauenbergtour eine Woche früher statt. Damit gab es im Zug von Tübingen über Aulendorf, Lindau nach Langen am Arlberg ausreichend Platz für 9 Wanderinnen, 9 Rücksäcke und 18 Wanderstöcke – nicht zu vergessen die 6 Würfel für das traditionell abendliche Chicago spielen und neu die Karten für „Phase 10″.

Vom Ankunftsbahnhof ging es erstmal Richtung Kaltenberghütte (2089m) los. Kurz vor dem Tagesziel lud eine kleine Berghütte zu einem Alpenhugo mit grandiosem Alpenblick ein. Die Wirtin freute sich, dass endlich mal wieder eine Frauengruppe vorbei kam und nutzte die Chance uns die Butter für das Frühstück in der Kaltenberghütte direkt mitzugeben. Als Dank ließ sie es sich nicht nehmen uns aus ihrem riesigen Schnapsvorrat einen auszugeben. Mit dem Schnäpsle intus und paar Kilo Butter im Gepäck lief es sich dann ganz locker bis zur Hütte. Die Hüttenwirtin freute sich dort über die Butterlieferung und auch hier gab es eine Runde „Kurze“ für alle.  Na, wenn das nicht ein super Einstieg in unsere Frauentour war.

Am nächsten Morgen ging es nach üppigem Frühstück dann alpin weiter. Zwei junge Männer hatten die gleiche Tour vor und deren anfänglicher Vorsprung verkürzte sich mit jeder ihrer Raucherpause merklich, bis wir irgendwann schneller waren. Über die Kondition der Teilnehmerinnen läßt sich also definitiv nicht streiten.

Nach Überqueren der Kachelscharte (2650m) lagen die unglaublich eisblauen Kaltenberger Seen vor uns. Name ist Programm, aber das hielt unsere Wanderführerinnen nicht davon ab für den Wetteinsatz „ein kleines Bier“ in einem der eiskalten Seen baden zu gehen. Die Wettschulden wurden dann in der Konstanzer Hütte beglichen, wo wir uns bei herrlichem Sommerwetter nach der Tour ausruhen konnten.

An Tag 3 war eigentlich die Durchquerung des Wannenjöchels (2633m) geplant, aber hier machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es schüttete in Strömen und da blieb uns nichts anderes übrig als auf direktem Weg zur Neuen Heilbronner Hütte zu wandern. Klatschnass kamen wir dort bereits Mittags an, aber Glühwein und frisch gebackener Kuchen waren das perfekte Trostpflaster. Den Rest des Tages wurde Karten gespielt, Chicago gewürfelt und beim Spiel „meine Oma ist krank“ liefen uns Abends vor Lachen die Tränen.

Wer am 4. Tag die Packliste ignoriert hatte und keine Handschuhe dabei hatte wurde eines besseren belehrt: Ja, man braucht Handschuhe im Juli. Es gab ca. 5cm Neuschnee. Die geplante Tour über das Versalhaus zur Talmuntbahn konnte nicht stattfinden und da half nur noch der direkte Abstieg zur nächsten Bushaltestelle.

Auch wenn wir quasi 4 Jahreszeiten in den vier Tagen erlebten und teilweise umorganisiert werden mußte: die Wanderung war top organisiert, von der Packliste über die Zugfahrt bis hin zu der Hüttenwahl und der Begegnung mit Murmeltieren. Eine weise Entscheidung war die Planung von Alternativrouten bei schlechtem Wetter. Wir hatten eine Menge Spass und die 4 Tage waren ein sehr erholsamer Kurzurlaub. Ein großes Dankeschön daher an Roswitha und Monika und wir sind alle schon gespannt, wo es nächstes Jahr hingehen wird.


Termin: 22. – 25. Juli 2017
Organisation / Leitung: Roswitha Leon und Monika Blessing        Teilnehmerinnen: Dagmar, Adelinde, Stefani, Evi, Monika, Juliane und Julia
Autorin: Julia

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