Großer Löffler und Schwarzenstein

Großer Löffler und Schwarzenstein

Hochtouren im Zillertal – Großer Löffler und Schwarzenstein. Alles anders als geplant…

Am 20.07. trafen wir uns alle pünktlich um 11:30 Uhr auf dem Parkplatz Tristenbachalm im Floitental. Da die Wettervorhersage nicht so gut war und bereits die ersten Regenwolken am Himmel aufzogen, haben wir uns entschieden mit dem „Hüttentaxi“ bis zur Materialseilbahn der Greizer Hütte zu fahren. Von dort aus ging es auf einem guten Wanderweg hinauf zur Hütte, welche wir viel schneller, als auf den Schildern ausgewiesen, erreichten.
In der Hütte angekommen wurden wir herzlichst vom Hüttenwirt und seiner Familie empfangen. Nach dem Bezug des Lagers konnten wir uns bei Kaffee und Kuchen (lecker, lecker, lecker) erst mal kennenlernen.Bei der Besprechung unserer Großer-Löffler-Tour beschlossen wir, am nächsten Morgen um 6:00 Uhr zu starten. Alle waren hoch motiviert.

Der Freitagmorgen bescherte uns zunächst gutes Wetter, aber für den Nachmittag waren Gewitter vorausgesagt. Auf gut begehbarem Weg und teils auf Felsplatten ging es zum Gletscher des Großen Löffler. Dort legten wir dann die Steigeisen an und stiegen in zwei Seilschaften auf. Wie der Hüttenwirt uns gesagt hatte, war der Aufstieg auf dem steilen und vereisten Gletscher stellenweise nicht einfach. Giesbert musste mühsam einen Weg, vorbei an vielen Spalten, suchen. Leider war ca. 300hm unter dem Gipfel nur noch Blankeis vorhanden. Um bei einem Sturz eine Gefährdung der gesamten Seilschaft zu verhindern, hätten wir diese Auflösen müssen, doch das freie Gehen auf dem Eis wäre uns zu gefährlich gewesen. Und so beschlossen wir wieder abzusteigen. Schade, weil der Gipfel zum Greifen nah war, aber Sicherheit geht vor! Also auf dem gleichen Weg wieder zurück zur Greizer Hütte.

Gletscher Großer Löffler

Gletscher Großer Löffler

Auf dem Rückweg kam es zu zwei Stürzen. Birgit ist über eine Stufe auf ihr linkes Knie gefallen und wurde mit Schmerzmittel und Arnika versorgt, so konnten wir nach einer kleinen Pause unseren Weg fortsetzen. Kurze Zeit später stürzte Richard mit dem rechten Arm auf eine Felskante, trotz starker Schmerzen und Schwellung hielt Richard noch die restlichen Tage durch. Zu Hause wurde dann ein Bruch der Elle diagnostiziert. Zum Glück fanden wir unterwegs noch Schneereste, die wir einpackten und an der Hütte zum Kühlen der Verletzungen verwundeten.

Uschi, Birgit und Rossi

Uschi, Birgit und Rossi

Jürgen und Tobias waren noch nicht ausgelastet und nahmen noch den Gigalitz in Angriff. Doch auch dieses Vorhaben mussten die beiden abbrechen, denn das Wetter wurde deutlich schlechter. Mit Kaffee und Kuchen, einem Mittagschläfle oder einem Buch verbrachten wir die Zeit bis zum Abendessen. Am Abend planten wir die Tour auf den Schwarzenstein. Da für den Aufstieg 5 Stunden benötigt werden und für den Samstagnachmittag wieder Gewitter vorhergesagt waren, beschlossen wir bereits um 5 Uhr loszumarschieren. Noch ein Bierchen oder Weinchen dann aber “husch husch ins Körbchen“.

Das Aufstehen um 4 Uhr klappte ganz gut. Doch Giesbert merkte, dass sich seine mitgebrachte Erkältung über Nacht verschlechtert hatte und so hieß es für alle: zurück in die Betten und nicht auf den Schwarzenstein. Da wir in dieser Nacht das Lager für uns alleine hatten, störten wir niemanden. Beim späteren Aufstehen hat es dann regelrecht geschüttet. Zum Glück waren wir jetzt nicht am Berg. Nach einem gemütlichen Frühstücken hat es tatsächlich bald aufgehört zu regnen.

Gisbert G., Rossi, Jürgen und Uschi machten sich auf den Weg zum Gigalitz, dessen 3000m hohen Gipfel sie nach einem 2 stündigen Aufstieg erreichten. Leider war die erhoffte Fernsicht durch Nebelfelder eingeschränkt. Da Tobi nicht nochmals auf den Gigalitz wollte, unternahm er eine Trainingstour mit Abstieg ins Floitental mit anschließendem Aufstieg zur Mörchenscharte, die sich auf dem Weg zur Berliner Hütte befindet.
Unsere Verletzten und Kranken bleiben schweren Herzens auf der Hütte zurück. Das Wetter wurde im Laufe des Tages immer besser und so trafen die Wanderer bei der Rückkehr zur Hütte diese in der Sonne liegend an. So bekommt man einen Hüttentag auch rum.

Am Abend haben wir noch einmal das wirklich gute und immer frisch zubereitete Essen genossen und festgestellt, dass es trotz aller Umstände ein wirklich schönes und gelungenes Wochenende auf der Greizer Hütte war.

Der Sonntag begann mit erneutem Regen, weshalb wir gleich morgens abstiegen und uns auf den Heimweg machten.
Wir freuen uns jetzt schon auf eine weitere gemeinsame Tour und wünschen unseren Verletzten eine gute Besserung.


Termin: 20. – 23. Juli 2017
Organisation/Führung: Giesbert Schiebel
Teilnehmer: Rossi und Giesbert Groß, Birgit Fischer, Tobias Kappel, Richard Sailer, Jürgen und Uschi Weidle
Bericht: Jürgen und Uschi Weidle

Ort:

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