Klettern in den Ammergauer Alpen

Oder: „VIP-Klettern mit dem Vorstand“

Wann hat man schon mal die Gelegenheit, mit dem Präsident und der Vizepräsidentin unserer Sektion drei Tage am Fels zu verbringen? Das dachten sich jedenfalls Jochen Eberle und Jonas Fakler, die sich mit Carolin Nieder und Sebastian Mohr zu zwei Seilschaften verknüpft hatten. Es wurde dann auch ein richtig schönes Wochenende, bei dem zwar viel, aber nicht nur geklettert wurde …

Der Start in Rottenburg wurde kurzfristig um ein paar Stunden vorverlegt. – Eine gute Idee von Sebastian, wie sich zeigen sollte. Zügig erreichen wird den Ausgangspunkt in Halblech und erwischten gerade noch den 10 Uhr Bus zur Kenzenhütte (1.300 m).

Dieser komfortable „Hüttenzustieg“ brachte den Vorteil, dass sich die Akteure bereits gegen 12 Uhr am Fuße der Gassenwand einfanden; und dort einige schöne Seillängen im rauen Kalk dieses Klettergartens genießen konnten. Nach diesem „Einklettern“ blieb anschließend auf der Terrasse der Kenzenhütte genug Zeit, um über die Pläne der nächsten Tage, die Gebrechen des Alters und über jede Menge anderer, wichtiger Themen zu philosophieren und viel zu lachen.

Jonas, für den (mit seinen 30 Jahren) ganz andere Probleme oder nennen wir es besser Themen präsenter sind, kannte diese Sprüche schon vom letzten Jahr. Und so trug er dies mit Fassung und das schwere Seil mit Gelassenheit. Danke dafür, Jonas!

Die 16 Seillängen-Route „Trocken muaß sei“ in der Nordflanke der Hochplatte war das Ziel für den Samstag. Wir konnten die vielen schönen Seillängen in bestem Fels bis zum 4. Grad wirklich genießen. Auch, wenn am Ende des Tages kein großer Gipfel erreicht wurde, waren alle mit der Wahl dieser Route sehr zufrieden.

„Der Weg ist das Ziel“, das galt dann auch für den etwas komplizierten Abstieg, den Sebastian – nach kurzem „Dschungelkampf in den Latschen“ – für sicher befand.
Rechtzeitig zum Kaffee waren wir wieder an der Hütte und konnten die Relax-Phase einleiten. Der abendliche Verdauungsspaziergang zum schönen Wasserfall nahe der Kenzenhütte half dabei, die leckeren Kaspressknödel zu verdauen.

Der Geiselstein (1.882 m), das sogenannte „Matterhorn der Ammergauer Alpen“ musste am Sonntag dann natürlich auch noch in Angriff genommen werden. Das Wetter versprach zu halten und so steuerten wir über den Kenzensattel in knapp 2 Stunden den Einstieg zur Südverschneidung an. Dieser Klassiker erreicht zwar schon nach 8 Seillängen den schönen Gipfel, er hat aber eine etwas „speckige“ Schlüsselstelle im 5. Grad zu bieten, bei der wir Sebastian gerne den Vorstieg ließen.

Aufgrund der etwas unsicheren Wetterlage, machten wir uns dann zügig an den Abstieg und erreichten wieder pünktlich zur Kaffeezeit die Hütte.

Mit dem letzten Bus wurde der „Hüttenabstieg“ bewältigt und Caro chauffierte die müden Herren dann souverän zurück nach Rottenburg. Vielen Dank, liebe Caro!

Natürlich geht auch ein Dankeschön an Sebastian für diese gute Auswahl des Zielgebietes, seine souveräne Führung und den meist rücksichtsvollen Umgang mit dem ältesten Teilnehmer.

Also, das mit dem schwersten Rucksack lass ich jetzt weg…

Tour/Veranstaltung Klettern in den Ammergauer Alpen
„VIP-Klettern mit dem Vorstand“
Datum/Zeitraum 29. – 31. Mai 2026
Tourenleitung Sebastian Mohr
Teilnehmer_in Caroline Nieder , Jochen Eberle,
Jonas Fakler, Sebastian Mohr
Bericht Jochen Eberle
Koordinaten/Ausgangsort  Halblech