Skitouren im vorderen Bregenzer Wald

Skitouren im vorderen Bregenzer Wald

Die erste Sektionsschitour dieser Saison führte uns in den vorderen Bregenzerwald. Pünktlich zum Wochenende kam endlich der langersehnte Schnee, sodass schon die Anreise am Samstagmorgen spannend wurde. Birgit und Fritze, zusammen mit Kurt, waren schon am Freitagabend nach Hittisau gefahren, Axel mit mir und Bernd fuhr die Direttissima über die winterliche Alp und schaffte es pünktlich um 9 zum Treffpunkt in Balderschwang. Dort trafen wir Birgit und Gise und als Überraschungsgast noch Hubi.

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Es hatte wie schon gesagt, reichlich Neuschnee aber unterhalb der Baumgrenze war es immer noch ein 1er. So stand der geplanten Tour auf den Siplinger Kopf, 1745m, nichts im Wege. Vom Ortsende Balderschwang, 1044m, ging es auf vorhandener Spur über die Alpe Unterbalderschwang und die Schochenalpe zur Alpe Oberbalderschwang. Von dort dann über die Weidehänge nordöstlich hinauf zum Gipfel. Interessant war dabei der Durchschlupf auf den letzten Metern, vorbei an den Nagelfluh-Felswänden.
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Die Aussicht war natürlich nicht so gut, aber wir freuten uns schon auf die bevorstehende Abfahrt im tollen Tiefschnee bei gutem Licht. Auch die Pfosten der Weidezäune, die im Tiefschnee lauerten und manchen zum Verhängnis wurden, konnten den Genuss nicht trüben. Dabei reichte der Schnee schon aus, daß verloren gegangene Schi lange gesucht werden mussten. Dann im ersten Talboden bei ca. 1450m, noch vor der oberen Alpe Balderschwang, hieß es wieder anfellen und der Aufstieg auf den Heidenkopf, 1685m, begann. Auch dieses Gipfelchen erreichten wir schnell und unschwierig und zum zweiten Mal standen uns einige schöne Hm Abfahrt bevor. Zurück im Hirschen in Hittisau war noch Zeit für einen Kaffee, bevor wir uns in der Sauna entspannen konnten.

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Nachdem es die ganze Nacht schneite und Wind eingesetzt hat, entschied sich Gise für den östlichen Koppachstein, 1532m. Eine auch bei diesen Verhältnissen machbare Tour. Startpunkt war zwischen Hittisau und Balderschwang in Sippersegg, bei 970m. Es ging bei meist dichtem Schneefall und Wind in Richtung Gschwendwiesalp. Der vorhandenen Fahrweg war total verweht und es war anstrengende Spurarbeit in ca. halbem Meter schwerem Neuschnee durch Gise und z.T. Hubi erforderlich. Insgesamt zwar unter der Waldgrenze aber immer auf freien Weideflächen weiter über die untere Hobelalpe hinauf auf den „Gipfelgrat“, wo wir es gut sein ließen und zwischen windgeschützten Bäumen abfellten. Für die Abfahrt hatten wir eine Lücke im Schneetreiben erwischt und erstaunlich gute Sicht. Der Schnee war zwar unergründlich tief und schwer und erforderte deutliches Gefälle, sonst steckte man fest. An den eingeschneiten Autos erwischte uns dann beim Packen aber wieder dichtes Schneetreiben. Bei den nun hochwinterlichen Verhältnissen war die Abfahrt gerade noch ohne Ketten machbar.

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Es war mittlerweile doch schon Nachmittag geworden und nach einem Abschlusskaffee in Hittisau steuerte dann wieder jeder glücklich und zufrieden über den gelungenen Auftakt Richtung Heimat.


Termin: 15.01.2016 – 16.01.2016
Führung: Giesbert Schiebel
Autor: Toni Mayer

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