Skitouren im Val da Camp mit Saoseo Hütte

… Gipfel-Genuss im 2. Versuch

Nachdem das Touren-Wochenende ein Jahr zuvor, aufgrund von schlechtem Wetter, abgesagt werden musste, konnte unsere Skitour dieses Mal wie geplant stattfinden.

Leider war die Gruppe bedingt durch einige Absagen auf 3 Teilnehmer und Gise als Guide geschrumpft. Nur soviel schon vor ab liebe Tourenfreunde, da habt ihr wirklich was verpasst!

Von Sfazu im Engadin an der Südrampe des Berninapasses stiegen Martin, Konstantin und Jochen geführt von Gise gemütlich durch das wunderschöne Val da Camp zu der auf 1.987 m gelegenen Saoseo Hütte auf.

Während den Nachmittagsstunden galt die volle Aufmerksamkeit jedoch der Sonnenterrasse und dem leckeren Kuchen-Angebot des Hüttenteams und nicht den angedachten Streckenverläufen.

Bei bestem Wetter stiegen wir am nächsten Tag durch den schönen Bergwald in Richtung Lagh da Val Viola, wo die Spur nach Norden zum Piz Cunfin (2.904 m) abzweigte. Der Anstieg durch das wellige und etwas unübersichtliche Gelände dürfte bei schlechter Sicht nicht ganz einfach zu finden sein.

Bei strahlendem Sonnenschein erreichten wir aber ohne Probleme den Gipfel und konnten die Aussicht über die Grosinaberge zur Ortlergruppe im Osten und Richtung Bergeller Berge im Westen genießen.

Die Abfahrt bot leider nur an ganz wenigen Stellen guten Schnee. Daran konnte selbst unser Schneeguru Gise nicht viel ändern. Auf den Liegestühlen der Sonnenterrasse war dann erneut Chillen angesagt. Am Abend füllte sich zwar die Hütte, aber das Hüttenteam hatte alles im Griff und verwöhnte uns wieder mit einem leckeren Abendessen.

Der Piz Ursera (3.030 m) war unser Ziel des nächsten Tages. Unter dem mächtigen Massiv des Corn da Camp verlief die Spur mit nur wenigen steileren Passagen durch das schöne Val Mera hinauf zum Gipfelgrat. Die letzten Meter ging es dann ohne Ski über einen Firngrat zum exponierten Gipfel.

Aufziehende Wolken und leichter Schneefall trübten die Sicht ein wenig und so stiegen wir zügig wieder ab und gingen zurück zum Skidepot. Auf der Abfahrt fand Gise dann doch einige schöne Pulverschnee-Passagen, bevor es im letzten Teil vor allem darum ging, „Steinkontakte“ zu vermeiden.

Das Sonnenbad musste heute leider ausfallen, aber der Aufenthalt im sehr gemütlichen Gastraum mit einer breitgefächerten Auswahl an Lesestoff sowie leckeren Kuchensorten halfen dabei, dies relativ gut zu ertragen.

Da es über Nacht etwas geschneit hatte und die Wolken sehr tief hingen, war die Lust auf eine weitere Tour im Val da Camp nicht sehr groß. Rund um den Julierpass versprach „Meteo Schweiz“ mehr Sonne. Und so fuhren wir nach dem Frühstück hinunter zum Parkplatz und wechselten hinüber an den Julierpass.

Tatsächlich zeigte sich dort die Sonne und vom Julierhospiz stiegen wir hinauf zum Piz da las Coluonnas. Während Jochen am sonnigen Vorgipfel blieb, stiegen wir anderen die noch letzten 150 m weiter hinauf zum Hauptgipfel. Die Abfahrt brachte am Ende doch noch ein paar Kontakte mit dem Juliergranit, welche aber glücklicherweise folgenlos blieben.

Nach 4 Tagen mit Schnee und schönen Skitouren verabschiedete sich Gise in Thusis, während wir uns auf den Rückweg nach Rottenburg machten.

Ein großes Dankeschön geht an ihn, nicht nur für die schöne Auswahl des Tourengebietes, sondern auch für die wie immer sehr professionelle Führung und Betreuung der Gruppe, unter besonderer Berücksichtigung auch des älteren Teilnehmers.

Tour/Veranstaltung Skitouren im Val da Camp mit Saoseo Hütte
Datum/Zeitraum 19. – 21. März 2026
Tourenleitung Gisbert Schiebel
Teilnehmer Martin Braess, Konstantin Braess, Jochen Eberle
Bericht Martin Braess, Jochen Eberle
Koordination/Ausgangsort Sfazu – Engadin